Veranstaltungen
Heute: Kein Hamlet - Was Sie schon immer über Schauspieler wissen wollten
Samstag, 26.09.2026, 20 Uhr
Eine geistvolle, witzige Revue
Darsteller: Johann von Bülow und Stefan Wilkening
Akkordeon: Maria Reiter
An einem ganz besonderen Theaterabend zeigen Johann von Bülow und Stefan Wilkening, was es mit dem sagenumwobenen Beruf des Schauspielers auf sich hat. Immer hin und hergerissen zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, gefeiert oder gescheitert - Schauspieler müssen in der Lage sein, mit einem Bein über dem finanziellen Abgrund zu balancieren, während sie gleichzeitig mit dem anderen auf dem roten Teppich tänzeln. Sie können alles ein bisschen, aber nichts richtig. Und wehe, sie sind in echt nicht so, wie ihr Publikum sie sich wünscht. Die Akkordeonistin Maria Reiter begleitet die beiden Schauspieler, wenn sie ihre Geschichten aus der Welt des Films und des Theaters erzählen, singen und spielen. Hier werden nun endlich alle Fragen beantwortet, mit hartnäckigen Klischees aufgeräumt, große Träume geträumt, Ängste offenbart und dem Publikum gehuldigt, v.a. aber der Liebe zum schönsten Beruf der Welt.
Veranstaltung im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen. Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur; unterstützt durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Wir müssen reden!
Freitag, 23. 10. 2026, 20 Uhr
Eine rasante Zwei-Personen Komödie
Darsteller: Jennifer Ehnert und Michael Ehnert
Bühne: Gastspiele Hamburg
Vor langer Zeit haben sich Jennifer und Michael Ehnert das Ja-Wort gegeben – und seitdem streiten sie sich. Meistens öffentlich und sehr zur Freude des Publikums. Das macht sie zu Beziehungskampfexperten, die aus dem Stegreif Vorträge halten können, z.B. über den Kampf um Frauenrechte, die biologischen Unterschiede der Geschlechter, geschlechtsspezifische Kommunikationsdefizite und ganz besonders gern und detailliert über die Fehler des anderen, was dann – überraschenderweise - stets zu neuem Streit führt.
Keine Frage also: Die beiden brauchen dringend professionelle Hilfe. Und so tauchen sie ein in die ebenso wunder-, wie sonderbare Welt der Psychotherapeuten, Beziehungs-Coaches und Scharlatan-Berater.
„Wir müssen reden! “ist eine rasante Zwei-Personen-Komödie, die nicht nur tiefenpsychologischen Einblick in Frauengehirne und Männerhandtaschen bietet, sondern schließlich zu einem psychologischen Rundumschlag ausholt, der vor niemandem Halt macht. Gesellschaftskritik, Selbstironie und pointierte Alltagsbeobachtungen sorgen für großartige Unterhaltung.
Achtsam morden durch bewusste Ernährung
Samstag, 21. 11. 2026, 20 Uhr
Krimikomödie nach Band 5 der Bestseller-Reihe von Karsten Dusse
Bühnenbearbeitung von Bernd Schmidt
Darsteller: Martin Lindow, Stephan Bürgi, Ronja Jenko
Regie: Marcus Ganser
Bühne: EURO-STUDIO Landgraf
Was haben überflüssige Pfunde, eine gescheiterte Entführung und Marihuana mit den kriminellen Aktivitäten des achtsam mordenden Rechtsanwalts Björn Diemel zu tun und welche Rolle spielen dabei die Grundsätze bewusster Ernährung?
In dieser urkomischen Krimikomödie muss Rechtsanwalt Björn Diemel erkennen, dass sein durch Achtsamkeitspraxis gewonnenes inneres Gleichgewicht zu einigen überzähligen Kilos geführt hat. Nach einem misslungenen Entführungsversuch seiner Tochter Emily und dem fatalen Verlust seines Handys beschließt er, eine Diät zu machen. Es beginnt eine absurde Ereigniskette, die den Anwalt in ein Netz aus Umweltaktivismus, Fleischindustrie-Kritik und einer gescheiterten Entführung zieht. Zusammen mit seinem ehemaligen Mafia-Chauffeur Sascha und seiner Ex-Frau Katharina muss er sich "achtsam auseinandersetzen" - mit überraschenden Konsequenzen für alle Beteiligten. Ernährung und Kriminalität - wie hängt das mit Achtsamkeit zusammen? Erfahren Sie es selbst!
Dornröschen
Freitag, 18.12.2026, 10 Uhr und 15 Uhr
Ein flottes, freches Märchenmusical
Darsteller: Anna Zimmermann, Daniela Grundmann u.a.
Regie / Buch: Eberhard Streul
Bühne: Musikbühne Mannheim
Lange haben der König und die Königin auf ein Kind gehofft, nun haben sie endlich eine kleine Prinzessin bekommen. Das soll mit einem großen Fest zur Taufe gefeiert werden. Eine Fee wird jedoch nicht eingeladen und rächt sich mit einer bösen Prophezeiung: An ihrem 16. Geburtstag soll sich Dornröschen an einer vergifteten Spindel stechen und sterben. Doch es kommt alles ganz anders: Anstatt zu sterben fällt das Mädchen in einen hundertjährigen Schlaf.
100 Jahre später hat sich die Welt verändert: Die böse Fee ist jetzt eine moderne Geschäftsfrau, Autos fahren ohne Chauffeur, die Leute halten sich kleine schwarze Kästchen ans Ohr oder vor die Nase, schneiden sich Löcher in ihre Hosen und tätowieren sich wie die Seeräuber...
Wird das gut gehen in dieser verrückten Welt, zwischen dem modernen Prinzen, der der Urenkel ihres einstigen Verlobten ist, und Dornröschen, das nach seinem Kuss endlich erwacht?
Heimsuchung
Freitag, 22.01.2027, 20 Uhr
Multimedia-Performance nach dem Roman von Jenny Erpenbeck
Darsteller: Laura Brettschneider, Lasse Claßen u.a.
Regie: Daniel Schüßler, Hanna Held
Bühne: Badische Landesbühne
Ein Sommerhaus an einem märkischen See ist der Schauplatz für ein knappes Dutzend Lebensläufe von den Zwanzigerjahren bis heute. In ihrer Inszenierung geben Daniel Schüßler und Hanna Held Einblicke in die politischen Umbrüche der letzten hundert Jahre. Haus und Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit danach. Die einzelnen Geschichten erzählen vom Haben und Verlieren, von Heimat und Fremdsein. Jedes Schicksal entfaltet seine eigene Dramatik. Gemeinsam zeigen die Einblicke in die Lebensgeschichten ein Panorama des letzten Jahrhunderts, das verstört und verunsichert, aber auch beglückt und versöhnt.
Die Geschichten rund um das Sommerhaus sind nicht immer schön, aber sie erschaffen berührende Momente, die in Erinnerung bleiben. In der Fassung der Badischen Landesbühne wird der Roman zur multimedialen Performance. Ein Blick von außen auf uns selbst, so zeitlos wie aktuell.
Der Sohn
Samstag, 20. 02. 2027, 20 Uhr
Bewegendes Drama von Florian Zeller
Darsteller: Hardy Krüger, Quentin Lopes, Alexa Maria Surholt, Nadine Menz, Holger Hauer, Paul Radke
Regie: Holger Hauer
Bühne: TOURERLEBEN
Im dritten Teil von Florian Zellers preisgekrönte Trilogie über familiäre Beziehungen und psychische Gesundheit geht es um die Geschichte von Nicolas, einem Jugendlichen in einer tiefen Krise, und seinen Eltern, die verzweifelt versuchen, ihm zu helfen – und dabei an ihre eigenen Grenzen stoßen.
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Ihm ist alles zu viel: Erwachsenwerden, das Abschlussjahr im Gymnasium, die Trennung der Eltern und die neue Familie des Vaters. Er schwänzt die Schule, ist aggressiv. Auf eigenen Wunsch zieht er von seiner überforderten Mutter zu seinem Vater Pierre und dessen neuer Frau. Pierre fühlt sich schuldig und versucht alles, um seinem Sohn Stabilität und Lebenslust zurückgeben. Ein missglückter Suizidversuch lässt die Eltern jedoch an ihre eigenen Grenzen stoßen … Der Vater entscheidet sich gegen professionelle Hilfe, aber wird Liebe reichen, um den Sohn vor sich selbst zu retten?
Und wenn wir alle zusammenziehen?
Freitag, 19.03.2027, 20 Uhr
Komödie von Anna Bechstein
Darsteller: Ursula Buschhorn, Michel Guillaume, Ursula Berlinghof u.a.
Regie: Johannes Pfeifer
Bühne: a.gon Theater München
Fünf Menschen im fortgeschrittenen Alter gründen eine Wohngemeinschaft: Claude, der ewige Liebhaber, Annie und Jean, sie bürgerlich angepasst, er noch immer politischer Aktivist, Jeanne und Albert, die Feministin und der Bonvivant.
Sie wollen füreinander da sein und so verhindern, dass einer von ihnen im Altersheim landet oder der staatlichen Fürsorge ausgeliefert wird. Zur Unterstützung heuern sie den jungen Ethnologiestudenten Dirk an. Die Protagonisten sind seit Jahrzehnten enge Freunde und kennen einander sehr gut. Dennoch lassen Spannungen nicht lange auf sich warten. Nicht nur, weil körperliche Gebrechen und die fortschreitendende Demenz eines der WG-Bewohner das Zusammenleben erschweren, Dirks Anwesenheit wirkt zudem wie ein Katalysator. Streng gehütete Geheimnisse und verborgene Wünsche kommen plötzlich ans Licht…
Die Komödie gewährt einen warmherzigen Blick auf ein durchaus nicht einfaches Thema und einen hoffnungsvollen Ausblick auf das Alter, wie ihn so angenehm und leicht wohl nur ein französischer Autor zu liefern vermag.





